In der pharmazeutischen Produktion gelten höchste Anforderungen an die mikrobiologische Sicherheit. Besonders in aseptischen Prozessen, wie sie in Isolatoren eingesetzt werden, darf keine mikrobiologische Kontamination nachgewiesen werden. Ein zentraler Schritt dabei ist die wirksame Biodekontamination, die standardmäßig durch biologische Indikatoren validiert wird. Diese Methode ist zuverlässig, hat jedoch entscheidende Herausforderungen. Zum einen kann mit einem Zyklus nur ein qualitatives Ergebnis (Wachstum / kein Wachstum) erzeugt werden. Außerdem benötigt der Nachweis mit biologischen Indikatoren eine Inkubationszeit von sieben Tagen für ein finales Ergebnis.
Gerade wenn neue H₂O₂-Dekontaminationszyklen entwickelt oder bestehende angepasst werden, kann die siebentägige Wartezeit während der Inkubation bei den biologischen Indikatoren zur Herausforderung werden. Hier setzen moderne Ansätze wie Enzymindikatoren an. Enzymindikatoren können direkt nach dem Dekontaminationszyklus ausgewertet werden und liefern ein quantitatives Ergebnis.
Durch diese Eigenschaften sind Enzymindikatoren sehr gut zur Optimierung und Parameterbestimmung von Dekontaminationszyklen geeignet und können biologische Indikatoren damit ideal ergänzen.
Im Video erfahren Sie, wie Enzymindikatoren funktionieren, worin ihre Vorteile gegenüber der klassischen Methode mit biologischen Indikatoren liegen und wie beide Verfahren im Zusammenspiel eingesetzt werden können.
Autor
Lydia Bernhard
Scientific Researcher R&D bei OPTIMA pharma containment GmbH