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03.03.2026

Kältemittelregulatorik in den USA: Was für Gefriertrocknung gilt

Regulatorische Vorgaben für HFKW und ihre Bedeutung für Gefriertrocknungsanlagen

Die Regulierung fluorierter Kältemittel (HFKW) schreitet in den USA voran. Grundlage ist der AIM Act (American Innovation and Manufacturing Act) der US-Umweltbehörde EPA, der eine schrittweise Reduktion von HFKW um 85 % bis 2036 vorsieht. Für Betreiber und Planer von Gefriertrocknern ist es entscheidend, die Vorgaben zu kennen und deren Auswirkungen auf den Einsatz von Kältemitteln wie R410A und R452A zu bewerten.

Ausnahme für „Very low temperature refrigeration“

Für Anwendungen mit Prozesstemperaturen unter –50 °C gilt weiterhin eine Ausnahme: Der Einsatz von HFKW-Kältemitteln wie R410A ist möglich, sofern das Kältemittel von der US Environmental Protection Agency ( EPA ) zugelassen ist. Diese Regelung betrifft insbesondere Gefriertrockner, die extrem niedrige Temperaturen erreichen.

AIM Act: Strenge Anforderungen für alle anderen Anwendungen

Unabhängig von der Anwendungstemperatur sieht der AIM Act eine deutliche Einschränkung vor. Seit 2025 sind in den meisten Anwendungen bestimmte Kältemittel verboten oder streng quotiert. Die Vorgaben betreffen unter anderem:

  • neue Kälteanlagen,
  • Installation, Import und Verkauf verbotener HFKW,
  • sowie künftig auch viele Serviceanwendungen.

Für Gefriertrocknungsanlagen bedeutet das: Der Einsatz klassischer HFKW ist nur in Ausnahmefällen zulässig – insbesondere bei Temperaturen unter –50 °C. Für alle anderen Anwendungen greifen bereits heute strengere Regelungen.

Optima empfiehlt eine vorausschauende, technologieoffene Herangehensweise bei der Auswahl von Kühlsystemen für Gefriertrockner. Für Anlagen, die extrem niedrige Temperaturen (unter –50 °C) erreichen, ist der Einsatz von HFKW-Kältemitteln wie R410A derzeit noch möglich. Dennoch sollte bedacht werden, dass auch diese Ausnahme künftig entfallen könnte.

Daher empfiehlt Optima, bei Neuprojekten grundsätzlich auf alternative Kühllösungen zu setzen, die unabhängig von kurzfristigen Ausnahmeregelungen konzipiert sind. Besonders bewährt haben sich dabei:

  • Kaskadensysteme mit natürlichen Kältemitteln (z. B. Ethan und Propen), die technisch ausgereift und sicherheitsgerecht umgesetzt sind,
  • Systeme mit Flüssigstickstoff (LN₂), die auf physikalisch bewährten Prinzipien beruhen und zuverlässig tiefe Temperaturen erreichen,
  • sowie Kaltluftsysteme, die eine umweltfreundliche Lösung für besonders anspruchsvolle Anwendungen darstellen.

Mit diesen Technologien können Kunden ihre Investitionen langfristig absichern, regulatorische Risiken minimieren und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten – ohne Abstriche bei Leistung oder Prozesssicherheit.

Optima steht seinen Kunden dabei mit umfassender Beratung zur Seite, von der technischen Auslegung über die Auswahl der geeigneten Kühllösung bis hin zur regulatorischen Bewertung des Ziellandes.


Bild von Dominik Hof

Autor

Dominik Hof
Customer Application Engineer, Optima pharma

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